.TH CPM 1 WEGA .ad .fi .SH NAME .IP cpm \- Lesen und Schreiben von Disketten mit CP/M-Format .SH SYNTAX \fBcpm\fR [\fBoption\fR] [\fBfilename\fR] .SH BESCHREIBUNG .B cpm liest und schreibt Dateien mit der Struktur des CP/M-Filesystems. .br Das angegebene File muss ein Floppy-Disk-Laufwerk sein (/dev/fd* bzw. /dev/rfd*) oder ein Unix-Standard-File mit der gleichen Struktur. Da es unbequem und langsam ist, auf das Geraet ueber Special-File zuzugreifen, ist es immer guenstig eine Kopie des Disketteninhaltes im Unix-Standard-Filesystem anzufertigen. Dazu kann das dd-Kommando benutzt werden. .PP .RS dd if=/dev/rfd1 of= .I ihrfile bs=512 count=.. .RE .PP Zu den Geraeten /dev/fd* bzw. /dev/rfd* darf nur von der console aus zugegriffen werden. .SH FLAGS: .RS .IP -d 16 Anzeige des Directory auf Standard-Ausgabe .IP -B 16 die Dateien die mit Hilfe des c- bzw. C-Flags uebertragen werden sollen, sind Binaercode - andernfalls Textdateien. .IP -c\ \fIname1\fR\ \fIname2\fR 16 Kopiere die CP/M-Datei \fIname1\fR in das UNIX-File \fIname2\fR .IP -C\ \fIname1\fR\ \fIname2\fR 16 Kopiere das Unix-File \fIname1\fR in die CP/M-Datei \fIname2\fR .IP -p\ \fIname\fR 16 Kopiere die angegebene CP/M-Datei nach Standard-Ausgabe. .IP -i 16 Uebergang in den interaktiven Modus. (alle o.g. Flags sind wirkungslos) .IP -I 16 Initialisiere das angegebene File im CP/M-Systemformat; d.h. alle CP/M-Dateien in diesem System werden geloescht. .IP -s\ \fIn\fR 16 Sektor-Interleaving-Faktor = \fIn\fR; Standard ist 6 .IP -b\ \fIn\fR 16 Blocklaenge = \fIn\fR (in Byte); Standard ist 2K (2048) Byte .IP -m\ \fIn\fR 16 maximale Anzahl von Directory-Eintraegen = \fIn\fR; Standard ist 128 .IP -l\ \fIn\fR 16 Sektorlaenge (in Bytes) = \fIn\fR; Standard ist 512 .IP -r\ \fIn\fR 16 Anzahl der Sektoren pro Spur = \fIn\fR; Standard ist 18 .IP -S\ \fIn\fR 16 Anzahl der Systemspuren; Standard ist 0 .IP -t\ \fIn\fR 16 Anzahl der Spuren der Diskette; Standard ist 80 .IP .RE Wird das i-Flag gesetzt, muss trotzdem der Filename mit angegeben werden. Existiert das angegebene File nicht, so wird nach entsprechender Rueckfrage ein CP/M-Filesystem mit diesem Namen im Unixsystem initialisiert. .br Die Flags -C, -c und -p schliessen einander aus. .SH KOMMANDOS IM INTERAKTIVEN MODUS .RS .IP ccopyin\ \fIunixfile\fR\ \fIcpmfile\fR 30 Kopiere Unix-Binary-File ins CP/M .IP ccopyout\ \fIcpmfile\fR\ \fIunixfile\fR 30 Kopiere CP/M-Binary-Datei ins Unix .IP copyin\ \fIunixfile\fR\ \fIcpmfile\fR 30 Kopiere Unix-Text-File ins CP/M .IP copyout\ \fIcpmfile\fR\ \fIunixfile\fR 30 Kopiere CP/M-Text-Datei ins Unix .IP del[ete]\ \fIfilename\fR 30 Synonym fuer erase .IP dir[ectory] 30 Anzeige Directory des CP/M-Filesystems .IP dum[p]\ \fIfilename\fR 30 hexadezimale Anzeige der angegebenen Datei auf dem Terminal .IP era[se]\ \fIfilename\fR 30 Loeschen der angegeben Datei aus dem CP/M-Filesystem .IP exi[t] 30 Ende; Fortsetzung im Shell .IP hel[p] 30 Anzeige des help-Textes .IP log[out] 30 Synonym fuer exit .IP ls 30 Synonym fuer dir .IP ren[ame]\ \fIfile1\fR\ \fIfile2\fR 30 Umbenennung der CP/M-Datei \fIfile1\fR in \fIfile2\fR .IP typ[e]\ \fIfilename\fR 30 Anzeige der genannten CP/M-Datei am Terminal .IP !\ \fIUNIX-kommando\fR 30 Ausfuehren des UNIX-Kommandos .IP disk 30 Anzeige der gesetzten Diskettenparameter .RE .IP Die Kommandonamen koennen mit 3 Buchstaben abgekuerzt werden. CP/M-Dateinamen werden automatisch in Grossbuchstaben umgewandelt. Die Kopierkommandi' erlauben nicht das Ueberschreiben bereits existierender Dateien. .IP Wird waehrend der Uebertragung das CP/M-Floppy-Geraet voll, wird die Datei geschlossen und das Kommando abgebrochen. Die bereits geschriebenen Daten im CP/M-File bleiben erhalten. .IP Das Kommando copyout setzt voraus, dass die CP/M-Textdateien als Zeilenabschluss \fIcr + lf\fR haben und ignoriert \fIcr\fR bei der Uebertragung ins Unix-File. copyin fuegt vor jeden \fIlf\fR im Unix-File bei der Uebertragung in die CP/M-Datei \fIcr\fR ein und schliesst eine Datei mit ^z ab. .IP Die binaeren Kopierkommandos fuehren die Uebertragung mit 'raw'-Dateien durch, womit auch Code-Dateien von und zu Disketten uebertragen werden koennen. .IP Interrupts werden im interaktiven Modus erkannt. Die Fortsetzung erfolgt mit Eingabeanforderung fuer eine neue Kommandozeile. .SH FILES .IP /dev/fd* bzw. /dev/rfd* .br /usr/new/lib/cpm.hlp .SH FEHLERQUELLEN .IP CP/M-Nutzernummern werden ignoriert; Dateien, die auf ein CP/M-Floppy-Filesystem geschrieben werden, erhalten immer die Nutzernummer 0. .IP CP/M-Dateinamenerweiterungen laenger als 3 Zeichen werden entsprechend abgeschnitten. .IP Wildcardzeichen sind nicht erlaubt. .IP CP/M-Dateinamen werden nicht erkannt, wenn in Zeichen des Namens das 7. Bit eingtragen (POWER-Kommando "SET") bzw. jenes Bit in Zeichen der Filenamenergaenzung gesetzt ist (POWER-Kommando "SETRO" und "SETSYS").