From 6561ce7e0c83825efd15f9f9565d8339be0f5caa Mon Sep 17 00:00:00 2001 From: Oliver Lehmann Date: Thu, 26 Apr 1990 10:34:24 +0000 Subject: [PATCH] new stuff --- WEGA/contrib/wdos/doc/wdoskap1 | 673 +++++++++++++++++++++++++++++++++ 1 file changed, 673 insertions(+) create mode 100644 WEGA/contrib/wdos/doc/wdoskap1 diff --git a/WEGA/contrib/wdos/doc/wdoskap1 b/WEGA/contrib/wdos/doc/wdoskap1 new file mode 100644 index 0000000..ed79151 --- /dev/null +++ b/WEGA/contrib/wdos/doc/wdoskap1 @@ -0,0 +1,673 @@ +.ds RH "Einleitung +.bp +.NH +Einleitung +.LP +WDOS gestattet die Benutzung von PCDOS bzw. MSDOS und kompatiblen +Betriebssystemen, wie DCP, unter WEGA. Fuer diese Betriebssysteme +wird im folgenden die Bezeichnung DCP verwendet. Voraussetzung fuer +die Benutzung von WDOS ist, dass im +P8000 zwei U80601-Erweiterungskarten (CPU-Karte / 1 MByte RAM-Karte) +installiert sind. Auf dem P8000 muss WEGA Version 3.1 oder hoeher +laufen. +Zur Bedienung von DCP ist in der Regel nur das P8000/WDOS-Terminal mit +DCP-kompatibler Betriebsart geeignet. +.LP +Die wesentlichen Bestandteile von WDOS sind das WDOS-Menueprogramm +wm, das Koppelprogramm wdos, der WDOS-Treiber cpu2 im WEGA-Kern +und das ROM-BIOS. Koppelprogramm, Treiber und ROM-BIOS bilden +in Verbindung mit den Erweiterungskarten +die WDOS-Umgebung, in der das Betriebssystem DCP sowie die +Anwenderprogramme ablaufen koennen. +.LP +WDOS arbeitet mit Programmen und Dateien, +die im DCP-Format abgespeichert sind. Es ermoeglicht dem Nutzer, +Dateien zu lesen oder zu schreiben, die z.B. auf dem +A7150 oder EC1834 unter DCP erstellt wurden und erlaubt, viele unter +DCP ausfuehrbare Programme ohne Aenderung abzuarbeiten. Programme, die +Grafikausgaben enthalten, und Programme, die direkt auf die Hardware +zugreifen, sind jedoch nicht lauffaehig. WDOS simuliert mit einfachen +Hardware-Mitteln eine Personal-Computer-Umgebung. +Eine vollstaendig kompatible Umgebung steht nicht zur Verfuegung. +Somit kann auch keine Garantie fuer die Lauffaehigkeit von speziellen +Programmen uebernommen werden. +.LP +Unter WDOS laufen die DCP-Programme in Echtzeit ab. +Auf den Erweiterungskarten wird dazu das unveraenderte +Betriebssystem DCP gestartet. Es ergibt sich jedoch +die Einschraenkung, dass nur ein WEGA-Nutzer zur gleichen Zeit +DCP abarbeiten kann. +.LP +Die 1 MByte-RAM-Karte kann von WEGA auch als RAM-Disk benutzt werden. Die +Abarbeitung von Programmen unter DCP ist dann jedoch nicht moeglich. +.LP +Diese Dokumentation enthaelt keine umfassende DCP-Beschreibung. +.LP +.ds RH "Installation +.NH +Installation +.NH 2 +Installation von den Vertriebsdisketten +.LP +Die Installation von WDOS kann nur der Superuser ausfuehren. +.br +Das Programm-Paket WDOS besteht aus zwei Disketten, einer +WDOS-Diskette und einer unveraenderten Original-DCP-Systemdiskette fuer +den EC1834 vom Kombinat Robotron, die die aktuelle Version von DCP +enthaelt. +.LP +Zur Installation von WDOS ist nur die WDOS-Diskette +erforderlich. Sie ist im tar-Format beschrieben. +Auf der Diskette befindet sich die Datei "README", die aktuelle +Hinweise zum Software-Paket enthaelt, und die Datei "INSTALL", die +zur Installation benutzt werden kann. Beide Dateien sollten +zuerst mit tar(1) eingelesen werden: +.DS +tar xv README INSTALL +.DE +Durch Start von INSTALL +wird das Software-Paket automatisch im Directory /z/bin und in +/z/wdoslib installiert. Nach der Installation ist +im Directory /z/wdoslib/disks die globale Pseudo-Systemdiskette +wdos_sys verfuegbar. +.LP +Ist die Umgebungsvariable TERM fuer das Terminal richtig gesetzt +(siehe Abschnitt 2.3.), kann bereits mit WEGA-DOS gearbeitet +werden. +.LP +.NH 2 +Geraetedateien zur Anbindung der U80601-Karten +.LP +Die Verbindung zwischen WEGA und den U80601-Karten erfolgt +ueber den Treiber "cpu2" im WEGA-Kern. Folgende Eintraege +sind im Directory /dev erforderlich: +.DS L +Name Art Major Minor Zweck +------------------------------------------------------------ + +/dev/cpu2tty c 4 1 U80601-Terminal +/dev/cpu2lp c 4 2 U80601-Drucker +/dev/cpu2disk c 4 3 U80601-Disk-Request +/dev/cpu2rram c 4 0 U80601-RAM-raw-Interface + (Diskdaten) +/dev/cpu2ram b 4 0 U80601-RAM-Blockinterface + (1 MByte WEGA-RAM-Disk) +.DE +.LP +.NH 2 +Installation des Terminals +.LP +Fuer die Abarbeitung der meisten DCP-Anwenderprogramme ist nur +das P8000/WDOS-Terminal mit DCP-kompatibler Betriebsart geeignet. +.LP +Das Betriebsystem DCP meldet sich auch mit dem alten P8000-Terminal +in der ADM31-kompatiblen Betriebsart. +Einige zeilenorientierte Anwenderprogramme sind ebenfalls lauffaehig. +Da aber fuer diesen Terminaltyp z.B. keine +Funktionstasten, kein erweiterter Zeichensatz und kein simulierter +Bildwiederholspeicher zur Verfuegung stehen, ist die Arbeit oft nur mit +Einschraenkungen moeglich. In der Dokumentation wird stets das +P8000/WDOS-Terminal vorausgesetzt. +.LP +Im "ROM"-BIOS sind die +Steuerzeichenfolgen fuer das Terminal fest enthalten. Das WDOS-Menue-Programm +benutzt die Datei /etc/termcap und ist unabhaengig vom Terminaltyp. Sichtbare +Videoattribute sollten aber nicht benutzt werden. +Die Umgebungsvariable TERM muss fuer ein P8000/WDOS-Terminal +auf w8 gesetzt werden, die Datei +/etc/termcap muss folgenden Eintrag enthalten: + + +w8|p8000-A|P8000/WDOS-Terminal komp. ADM31 ohne Vattr.:\\ +.br + :al=\\EE:am:bs:ce=\\ET:cm=\\E=%+ %+ :cl=50\\E*^^:\\ +.br + :co#80:dc=\\EW:dl=\\ER:\\ +.br + :cd=\EY:ho=^^:li#25:ma=^Z^L^K^P^L j^Jk^Pl :\\ +.br + :kl=^H:kd=^J:ku=^K:kr=^L:kh=^^:\\ +.br + :mi:nd=^L:up=^K: + +Die Umgebungsvariable TERM fuer das alte P8000-Terminal sollte auf +p8 gesetzt werden. +.LP +.NH 2 +Installation der Druckersteuerung +.LP +Standardmaessig sammelt WDOS alle Druckerausgaben von +DCP in der Datei /tmp/wdoslp.tmp. Erst beim Verlassen +von WDOS wird diese Datei durch den automatischen Aufruf von +/z/wdoslib/run_lpr zum WEGA-Druckerspooler geschickt. Anschliessend wird +die Datei /tmp/wdoslp.tmp geloescht. Der Shell-Skript +/z/wdoslib/run_lpr enthaelt folgende Kommandos: +.DS L +lpr -nb < $1; exec rm -f $1 +.DE +Beachten Sie bitte jedoch, dass DCP mit einem 8-Bit-Zeichensatz +(IBM-Zeichensatz) arbeitet. Drucker, wie LX86, +lassen sich auf diesen Zeichensatz umschalten. Bei Robotron-Druckern, wie +K6313/14, besteht diese Moeglichkeit nur fuer die Export-Ausfuehrung. +.LP +Die Backend-Programme des Druckerspoolers (siehe backend(M)) filtern +leider alle Zeichen groesser 7fh heraus. Der folgende Shell-Skript +fuer run_lpr +umgeht das Problem. Er setzt aber voraus, dass der Drucker +stets verfuegbar ist: +.DS L +mv $1 /tmp/wdoslp.$$ +(cp /tmp/wdoslp.$$ /dev/lp; rm -f /tmp/wdoslp.$$)& +.DE +Jeder Nutzer kann sich eine Umgebungsvariable WDOS_LP vereinbaren. +Diese gibt an, wohin die Druckerausgaben ohne Zwischenspeicherung +gerichtet werden, z.B.: +.DS L +setenv WDOS_LP /dev/lp +.DE +.NH 2 +Installation von Harddisklaufwerken +.LP +Fuer die Installation einer realen WDOS-Harddisk ist ein +separates logisches Dateisystem auf einem P8000-Winchesterlaufwerk +erforderlich. Nach der Installation enthaelt das logische Dateisystem +die Struktur einer DCP-Festplatte. WEGA-Programme, wie fsck(1), tar(1) +und mount(M) koennen auf dieses Dateisystem nicht angewandt werden. +.LP +Vor der Installation einer realen WDOS-Harddisk, sollten Sie erst diese +Dokumentation, insbesondere Abschnitt 3.1. lesen. +Voraussetzung ist weiterhin, dass DCP von der Diskette gestartet +werden kann. +.LP +Fuer die Installation einer WDOS-Harddisk sind vom Superuser +folgende Schritte auszufuehren: +.IP 1. +Die Aufteilung des P8000-Winchester-Laufwerkes (oder besser des 2. +Laufwerkes, falls vorhanden), muss so geaendert werden, dass +eine separate logische Platte von 10000, 20000 oder 40000 Bloecken +fuer WDOS verfuegbar ist. Der WEGA-Kern, ist entsprechend der +Plattenaufteilung zu aendern. Die Aenderung der Plattenaufteilung +und die Generierung eines neuen WEGA-Kerns sind im WEGA-Systemhandbuch +(Abschnitt 5) beschrieben. +.IP 2. +Wird ein bereits existierendes Dateisystem als WDOS-Platte benutzt, +z.B. /dev/z1 des 2. Winchester-Laufwerks, sind die mount- und +fsck-Eintraege in den Dateien /etc/mfs, /etc/rc_csh und /etc/checklist +fuer das entsprechende Dateisystem zu entfernen. +.IP 3. +Im Directory /dev sind die Eintraege fuer das Block- und Raw-Interface +anzulegen. Die Eintraege lauten wd*_5, rwd*_5 oder wd*_10, rwd*_10 oder +wd*_20 und rwd*_20, je nach der Speicherkapazitaet der WDOS-Platte. +(* - beliebige Zeichenkette) + +Beispiel: + +/dev/z1 der 2. Winchester-Platte mit 40000 Bloecken wird als WDOS-Harddisk +benutzt: +.DS L +mknod /dev/z1 b 0 10 +mknod /dev/rz1 c 0 10 +ln /dev/z1 wd0_20 +ln /dev/rz1 rwd0_20 +.DE +.IP 4. +Das WDOS-Menue wird gestartet. Mit +.DS L +mf c: wd0_20 +.DE +wird die WDOS-Harddisk mit Laufwerk C: verbunden. + +DCP wird nun von der Systemdiskette in Laufwerk A: gestartet. +Mit den DCP-Kommandos FDISK und FORMAT kann die reale WDOS-Harddisk +eingerichtet werden. +.LP +.NH 2 +Einrichten der Nutzer +.LP +Jeder unter WEGA eingetragene Nutzer kann auch mit WDOS arbeiten. +Folgende Voraussetzungen kann jeder Nutzer vor Aufruf von +WDOS schaffen: +.IP 1. +Das Directory /z/bin muss in den Suchpfad nach Programmen +einbezogen sein. Dies ist fuer einen normalen Nutzer standardmaessig +gegeben. Ist das Directory /z/bin im Suchpfad nicht enthalten, +koennen bei Benutzung der C-Shell +in die Datei .cshrc oder .login folgende Zeilen eingetragen werden: +.DS +set path = ($path /z/bin) +setenv PATH "$PATH:/z/bin" +.DE +Sollten Sie mit der Bourne-Shell arbeiten, +muss in die Datei .profile eingefuegt werden: +.DS +PATH ="$PATH:/z/bin" +export PATH +.DE +.IP 2. +Die Umgebungsvariable TERM muss bei Benutzung des +P8000/WDOS-Terminals auf w8 gesetzt sein. +.br +Der Superuser kann die Anpassung in der Datei /etc/ttytype +vornehmen. Der Terminaltyp kann auch wie folgt geaendert werden: +.DS +setenv TERM w8 +.DE +Wird das "alte" +P8000-Terminal benutzt, ist TERM auf p8 zu setzen. Die meisten +DCP-Anwenderprogramme setzen aber das P8000/WDOS-Terminal voraus. +.IP 3. +Jeder Nutzer, der lokale (private) Disketten benutzen will, +muss sich ein Directory fuer die lokalen Disketten vereinbaren. +Dazu wird mit mkdir ein leeres Directory erstellt, z.B. +.DS +mkdir $HOME/wdos.disks +.DE +und die Umgebungsvariable WDOS_DISKS vereinbart, z.B. +.DS +setenv WDOS_DISKS $HOME/wdos.disks +.DE +.IP 4. +Jeder Nutzer kann sich eine Umgebungsvariable WDOS_LP vereinbaren. +Die Standard-Druckerzuweisung wird damit aufgehoben. +WDOS_LP gibt an, wohin die Druckerausgaben ohne Zwischenspeicherung +gerichtet werden, z.B. schickt +.DS +setenv WDOS_LP /dev/lp +.DE +die Druckerausgaben direkt zum WEGA-Druckertreiber. +.IP 5. +Im WDOS-Menue besteht die Moeglichkeit, DCP-Textdateien zu +editieren. Standardmaessig wird dazu der Editor vi aufgerufen. +Durch Setzen der Umgebungsvariable WDOS_ED kann der +Nutzer einen anderen Editor vereinbaren, z.B. mit +.DS +setenv WDOS_ED /bin/ed +.DE +.LP +.ds RH "WDOS +.bp +.NH +WDOS +.NH 2 +Benutzung von Disketten +.NH 3 +Pseudolaufwerke +.LP +WDOS stellt jedem Nutzer 6 Pseudolaufwerke (A: bis F:) bereit. +Den Laufwerken C: und D: koennen vom Nutzer Pseudoharddisks oder +reale Harddisklaufwerke zugeordnet werden, den Laufwerken +A:, B:, E: und F: koennen Pseudodisketten oder reale Floppy-Laufwerke +zugeordnet werden. Die Zuordnung ist in der Datei .dos im +Home-Directory jedes Nutzers abgelegt. Diese Datei wird beim erstmaligen +Aufruf vom WDOS-Menue angelegt. +Die Laufwerke E: und F: koennen nur benutzt werden, +wenn im DCP-Betriebssystem der Treiber DRIVER.SYS installiert ist. +.LP +.NH 3 +Pseudodisketten +.LP +Pseudodisketten sind WEGA-Dateien, die intern die Struktur +von DCP-Disketten besitzen. Sie werden von DCP wie richtige +Disketten behandelt. Pseudodisketten koennen eine Speicherkapazitaet +von 360 KByte, 720 KByte oder 1,2 MByte besitzen. Sie werden mit +dem WEGA-Kommando dosformat oder im WDOS-Menue erzeugt. +Leere Pseudodisketten belegen nur einen minimalen Speicherplatz. +Sie wachsen bis zu ihrer maximalen Speicherkapazitaet. Das Loeschen +von Dateien fuehrt aber nicht zur Verringerung des benoetigten +Speicherplatzes der Pseudodiskette. +Durch Kopieren einer Pseudodiskette auf +eine andere wird nur der tatsaechlich benoetigte Speicherbereich belegt. +Erneutes Formatieren existierender Pseudodisketten +unter WEGA mit dosformat oder im WDOS-Menue reduziert den benoetigten +Speicherplatz auf den minimal erforderlichen Wert. +.LP +Pseudodisketten koennen auch unter DCP mit dem Kommando FORMAT +logisch formatiert werden. Der benoetigte Speicherplatz fuer die +Pseudodiskette verringert sich dadurch aber nicht. +.LP +WDOS akzeptiert +auch leere Dateien als unformatierte Pseudodisketten. +Unter WEGA koennen leere Dateien z.B. mit +.DS +cp /dev/null diskname +.DE +angelegt werden. +Das Diskettenformat wird mit dem DCP-Kommando FORMAT festgelegt. +WDOS betrachtet alle Disketten als zweiseitig, bei +einseitigen Disketten wird die zweite Seite nur nicht angesprochen. +"Einseitige" Pseudodisketten verschenken Speicherplatz und +sollten nicht angelegt werden. +.LP +.NH 3 +Reale Diskettenlaufwerke +.LP +Reale Diskettenlaufwerke sind die +existierenden Floppy-Disk-Laufwerke. +DCP erkennt automatisch das Format der eingelegten +DCP-Disketten, WEGA jedoch nicht. Deshalb muss das Format der +Diskette mit dem WEGA-Diskettentreiber uebereinstimmen. +Im Directory /dev sind Eintraege fuer unterschiedliche +Diskettenformate enthalten. Fuer DCP koennen aber nur die +zweiseitigen Formate verwendet werden. Diese gestatten unter DCP +jedoch auch die Benutzung von einseitig beschriebenen Disketten. +Ueber DCP-Treiber, +wie CDRIVE.SYS oder MDRIVE.SYS, koennen in DCP auch CP/M-kompatible Formate +und spezielle DCP-Formate benutzt werden. +.LP +Das WDOS-Koppelprogramm wdos benutzt automatisch das Raw-Interface, indem +es vor den Geraetename ein "r" setzt. Mit dem Raw-Interface +wird ein Wechel von realen Disketten von WEGA +nicht verhindert. Die Diskettenzugriffe werden bescheunigt. +.LP +Reale Diskettenlaufwerke koennen nur von der Systemkonsole aus benutzt +werden. +.DS L +Formate realer Disketten: + +E/A-Geraet Diskettenformate in DCP +----------------------------------------------- +/dev/fdx96ds9 80*2*9*512 + 80*1*9*512 +/dev/fdx48ds9 40*2*9*512 + 40*1*9*512 + 40*2*8*512 + 40*1*8*512 +/dev/fdx96ds16 80*2*16*256 + 80*1*16*256 +/dev/fdx48ds16 40*2*16*256 + 40*1*16*256 +/dev/fdx96ds5 80*2*5*1024 + 80*1*5*1024 +/dev/fdx48ds5 40*2*5*1024 + 40*1*5*1024 +.DE +.NH 3 +Pseudoharddisks +.LP +Als Ergaenzung zu den Pseudodisketten sind auch Pseudoharddisks moeglich. +Diese realisieren eine Speicherkapazitaet von 5 oder 10 MByte. Die Dateinamen +der Pseudoharddisks muessen entsprechend der Speicherkapazitaet +mit _5 bzw. _10 enden, damit im ROM-BIOS die richtigen Laufwerkswerte +eingestellt werden koennen. +Andere Formate sind nicht moeglich. Pseudoharddisks koennen nur unter +DCP mit FDISK und FORMAT logisch formatiert werden. +.LP +.NH 3 +Reale Harddisklaufwerke +.LP +Im P8000 koennen 1 oder 2 Winchesterlaufwerke vorhanden sein. +In WEGA kann jedes physisches Harddisklaufwerk in bis zu +10 virtuelle (logische) Laufwerke eingeteilt werden. Jedes virtuelle +Laufwerk kann ein eigenes Dateisystem enthalten. Standardmaessig ist +z.B. das 1. Winchesterlaufwerk in 5 virtuelle Laufwerke +(/dev/md0 ... /dev/md4 bzw. /dev/usr, /dev/swap, /dev/root, /dev/tmp und +/dev/z) aufgeteilt. Die Aufteilung der Laufwerke laesst sich bei +der WEGA-Systemgenerierung (siehe WEGA-Systemhandbuch, sysgen(M)) veraendern. +Auf weiteren virtuellen Laufwerken laessen sich auch DCP-Dateisysteme +installieren. Diese werden hier als reale Harddisks bezeichnet. +Eine reale DCP-Harddisk kann eine Speicherkapatitaet von +5 MByte (10000 Bloecke), 10 MByte (20000 Bloecke) oder 20 MByte +(400000 Bloecke) besitzen. Die Geraetenamen im Directory /dev +muessen wd*_5, wd*_10 oder +wd*_20 fuer das Blockinterface und rwd*_5 ... fuer das Raw-Interface +sein. +.NH 3 +Globale Disketten +.LP +Globale Disketten und Harddisks sind fuer alle WDOS-Nutzer verfuegbar. +Alle realen Disketten und Harddisks sind global. +Pseudodisketten und Pseudoharddisks sind global, wenn sie sich im +Directory /z/wdoslib/disks befinden. +.LP +.NH 3 +Lokale Disketten +.LP +Jeder Nutzer kann sich ein Directory vereinbaren, in dem +seine privaten Pseudodisketten (und Pseudoharddisks) abgelegt werden. +Dazu muss die Umgebungsvariable WDOS_DISKS vereinbart werden. +Das kann z.B. in der Datei .cshrc des Nutzers mit dem Eintrag +.DS +setenv WDOS_DISKS $HOME/wdos.disks +.DE +erfolgen. Das Directory muss mit mkdir(1) erstellt werden. +.LP +.NH 2 +WDOS-Menue +.LP +Das WDOS-Menue wird durch Eingabe von +.DS +wm +.DE +gestartet. +.LP +Auf dem Bildschirm werden die moeglichen Kommandos und +die mit den Pseudolaufwerken verbundenen Disketten und +Harddisks angezeigt. +Auf der letzten Zeile des Bildschirms erfolgt die +Eingabe von Kommandos. +.LP +Das Kommando "h" oder "?" (Hilfe) gibt die Syntax aller +im WDOS-Menue moeglichen Kommandos aus. +.LP +Mit dem Kommando "q" (quit) wird das Menuesystem verlassen +und zu WEGA zurueckgegangen. +.LP +.NH 3 +Start von DCP +.LP +Das Kommando "s" (Start) dient zum Starten von DCP. +Zuvor ist es notwendig, dem +Pseudolaufwerk A: eine DCP-Systemdiskette oder dem +Laufwerk C: eine Harddisk zuzuordnen. Als Systemdiskette +kann die globale Pseudodiskette "wdos_sys" oder auch eine originale +DCP-, PCDOS- oder MSDOS-Diskette benutzt werden. Beachten Sie +bitte, dass ueber die Datei CONFIG.SYS einer originalen Systemdiskette +keine Treiber aktiviert werden, die direkt auf die Hardware +zugreifen. Zusaetzliche Tastaturtreiber tun dies mit Sicherheit. +.LP +Soll die Arbeit unter DCP unterbrochen oder beendet werden, +so ist die Taste F12 bei einem P8000/WDOS-Terminal +oder CTRL-\\ bei einem "alten" P8000-Terminal zu betaetigen. +Es wird wieder das Hauptmenue angezeigt. +.LP +Durch Eingabe des Kommandos "r" (Return zu WDOS) ist es moeglich, +DCP an genau der Stelle fortzusetzen, wo es verlassen wurde. +(Mit dem Verlassen von DCP kann sich allerdings ein anderer Nutzer die +U80601-Erweiterungskarten reservieren, eine Rueckkehr ist dann nicht +mehr moeglich.) +.LP +Die Kommandos "s" und "r" starten das WDOS-Koppelprogramm wdos. +Es kann aber auch direkt von der WEGA-Shell aus gestartet werden +(Aufruf: wdos bzw. wdos -r). +.LP +.NH 3 +Einbinden der Disketten +.LP +mf reale Disks anzeigen +.br +mf x: [= diskname] reale Disk mit LW x: verbinden (mount) +.br +mg globale Disks anzeigen +.br +mg x: [= diskname] globale Disk mit LW x: verbinden (mount) +.br +ml lokale Disks anzeigen +.br +ml x: [= diskname] lokale Disk mit LW x: verbinden (mount) +.br +u x: Disk aus LW x: entfernen (umount) +.LP +Die Mount-Kommandos "mf", "mg" und "ml" werden verwendet, +um eine Pseudodisks oder ein reales Laufwerk einem +Pseudolaufwerk zuzuordnen. Das Kommando "u" (umount) loest diese +Verbindung. +.LP +Beachten Sie, dass die Laufwerke A:, B:, E: und F: +fuer (Pseudo-)Disketten und die Laufwerke C: und D: fuer (Pseudo-)Harddisks +vorbehalten sind. +.LP +Beachten Sie bitte, dass hier "physische" Pseudolaufwerke gemeint sind. +DCP arbeitet mit logischen Laufwerksbezeichnungen ab A:, die nicht +mit der "physischen" Bezeichnung uebereinstimmen muessen. +.LP +.NH 3 +Erzeugen und Loeschen von Pseudodisketten +.LP +n [-48ds9|-96ds9|-96ds15 diskname] lokale Pseudodiskette erzeugen +.br +x [x:|diskname] lokale Pseudodisk loeschen +.LP +Mit dem Kommando "n" wird eine lokale Pseudodiskette im DCP-Format +erstellt oder eine bestehende lokale Pseudodiskette logisch +neu formatiert und auf die notwendige Dateilaenge verkuerzt. +Mit dem Kommando "x" wird eine lokale Pseudodiskette oder +Pseudoharddisk geloescht. +.LP +Eine lokale Pseudoharddisk wird ebenfalls mit dem Kommando "n" +(ohne Optionen) erzeugt. Anschliessend muss sie jedoch +mit dem Kommando "ml" dem Laufwerk C: oder D: +zugeordnet werden. Nun wird DCP gestartet und die Pseudoharddisk +mit FDISK und FORMAT eingerichtet. Der Name der Pseudoharddisk muss +mit _5 (5 MByte Speicherkapazitaet) oder _10 (10 MByte Speicherkapazitaet) +enden. +.LP +Globale Pseudodisks koennen nur unter WEGA mit dosformat (siehe dos(1)) +im Directory /z/wdoslib/disks erstellt, mit mv(1) oder cp(1) in das globale +Directory kopiert oder mit rm(1) geloescht werden. +.LP +.NH 3 +Formatieren von realen Disketten +.LP +f [x:|/dev/rfd...] reale DCP-Diskette formatiern +.sp +Das Kommando "f" wird zum Formatieren von realen Disketten verwendet. +Das Kommando kann nur von der Systemkonsole ausgefuehrt werden. +.LP +.NH 3 +Anzeigen von Directorys +.LP +dir directory ... Directory(s) anzeigen (DCP-Format) +.br +ls directory ... Directory(s) anzeigen (WEGA-Format) +.LP +Die Kommandos bewirken das Auslisten von Directorys. Dazu +wird das Programm dosdir oder dosls (siehe dos(1)) gestartet. +.LP +Die Datei- und Verzeichnisargumente dieser und folgender Kommandos haben +die Form: +.DS +device:name +.DE +wobei +.IP device 8 +ein WEGA-Pfadname zur (Pseudo-)Disk oder der +Laufwerksbuchstabe ist und +.IP name +ein Pfadname zu +einer Datei oder einem Verzeichnis auf der DCP-Disk. +.LP +Die beiden Komponenten +werden durch Doppelpunkt getrennt. +Beachten Sie das Trennzeichen (\fB/\fR) fuer Dateinamen in DCP-Pfadnamen! +Argumente, die kein "\fIdevice\fR:" enthalten, +werden als WEGA-Dateien betrachtet. +.LP +.NH 3 +Anzeigen von Dateien +.LP +cat file ... Datei(en) ausgeben +.LP +.NH 3 +Loeschen von Dateien +.LP +rm file ... Datei(en) loeschen +.LP +Das Kommando bewirkt das Loeschen von DCP-Dateien. Dazu +wird das Programm dosrm (siehe dos(1)) gestartet. +.LP +.NH 3 +Erstellen und Loeschen von Subdirectorys +.LP +mkdir directory ... Directory(s) erstellen +.br +rmdir directory ... Directory(s) loeschen +.LP +Das Kommando mkdir erstellt ein neues Unterdirectory. Das Kommando +rmdir loescht ein leeres Directory. Dazu werden die Programme +dosmkdir bzw. dosrmdir (siehe dos(1)) gestartet. +.LP +.NH 3 +Kopieren von Dateien +.LP +cp file1 file2 Textdatei kopieren +.br +cp file ... directory Textdateien in Directory kopieren +.br +cpb file1 file2 Bin-Datei kopieren +.br +cpb file ... directory Bin-Dateien in Directory kopieren +.LP +Die Kommandos dienen zum Kopieren von Dateien +.DS L +- von WEGA zu DCP +- von DCP zu WEGA +- von WEGA zu WEGA +.DE +Zum Kopieren wird das Programm doscp aufgerufen (siehe dos(1)). +Zum Kopieren von Bin-Dateien wird die Option -r uebergeben. +.LP +.NH 3 +Nutzung des WEGA-Editors +.LP +ed textfile +.LP +Das Kommando "ed" wird zum Editieren einer DCP-Datei mit dem WEGA-Texteditor +benutzt. Beachten Sie die Probleme mit den +unterschiedlichen Zeichensaetzen. WEGA unterstuetzt nur +den 7-Bit-ASCII-Zeichensatz. DCP arbeitet mit einem 8-Bit-Zeichensatz. +Die Textdatei wird in das Directory /tmp kopiert, dort editiert und +zum Schluss wieder auf die DCP-Disk kopiert. +.NH 3 +Ausfuehren von WEGA-Programmen +.LP +Beliebige WEGA-Programme koennen vom WDOS-Menue aus, durch ein dem +Kommando vorangestelltes Ausrufezeichen gestartet werden. Mit +.DS +!csh +.DE +wird zum Beispiel die C-Shell gestartet. + +.LP +.NH 2 +WDOS-Koppelprogramm +.LP +wdos +.br +wdos -r[esume] +.br +wdos proto_file +.LP +Das Programm wdos ist die eigentliche Verbindung zwischen +WEGA und den U80601-Erweiterungskarten mit dem Betriebssystem DCP. +WDOS kopiert nach dem Starten das "ROM"-BIOS (proto_file) zur +U80601-RAM-Karte. Ist die Umgebungsvariable TERM auf w8 +(P8000/WDOS-Terminal) gesetzt, wird standardmaesig die Datei +/z/wdoslib/bios als +"ROM"-BIOS benutzt. Ist TERM auf p8 oder P8 gesetzt, wird +die Datei /z/wdoslib/bios.p8 verwendet. +Das Koppelprogramm realisiert mit Hilfe des Treibers "cpu2" +im WEGA-Kern +mit den Geraeten "/dev/cpu2tty", "/dev/cpu2lp", "/dev/cpu2disk" +und "/dev/cpu2rram" die E/A-Geraete Terminal, Drucker, Diskette und +Harddisk fuer die U80601-CPU. Die U80601-CPU erhaelt einen +Reset-Impuls. +Zur Rueckkehr nach WEGA, muss der Nutzer die Taste F12 +betaetigen (P8000/WDOS-Terminal) oder Control-\\ +(bei einem "alten" P8000-Terminal) eingeben. +Die U80601-CPU arbeitet abgekoppelt von WEGA weiter und wird irgendwann +auf eine E/A-Aktion warten, die von der WEGA-Seite nicht mehr +bedient wird. +.IP -resume 10 +Bei Angabe der Option -resume wird die Verbindung zur U80601-CPU +wiederhergestellt und die E/A-Auftraege bedient. (Die U80601-CPU +erhaelt keinen Reset-Impuls, das "ROM"-BIOS wird nicht geladen.)