.ds RH "Einleitung
.bp
.NH
Einleitung
.LP
WDOS gestattet die Benutzung von PCDOS bzw. MSDOS und kompatiblen
Betriebssystemen, wie DCP, unter WEGA. Fuer diese Betriebssysteme
wird im folgenden die Bezeichnung DCP verwendet. Voraussetzung fuer
die Benutzung von WDOS ist, dass im
P8000 zwei U80601-Erweiterungskarten (CPU-Karte / 1 MByte RAM-Karte)
installiert sind. Auf dem P8000 muss WEGA Version 3.1 oder hoeher
laufen.
Zur Bedienung von DCP ist in der Regel nur das P8000/WDOS-Terminal mit
DCP-kompatibler Betriebsart geeignet.
.LP
Die wesentlichen Bestandteile von WDOS sind das WDOS-Menueprogramm
wm, das Koppelprogramm wdos, der WDOS-Treiber cpu2 im WEGA-Kern
und das ROM-BIOS. Koppelprogramm, Treiber und ROM-BIOS bilden
in Verbindung mit den Erweiterungskarten
die WDOS-Umgebung, in der das Betriebssystem DCP sowie die
Anwenderprogramme ablaufen koennen.
.LP
WDOS arbeitet mit Programmen und Dateien,
die im DCP-Format abgespeichert sind. Es ermoeglicht dem Nutzer,
Dateien zu lesen oder zu schreiben, die z.B. auf dem
A7150 oder EC1834 unter DCP erstellt wurden und erlaubt, viele unter
DCP ausfuehrbare Programme ohne Aenderung abzuarbeiten. Programme, die
Grafikausgaben enthalten, und Programme, die direkt auf die Hardware
zugreifen, sind jedoch nicht lauffaehig. WDOS simuliert mit einfachen
Hardware-Mitteln eine Personal-Computer-Umgebung.
Eine vollstaendig kompatible Umgebung steht nicht zur Verfuegung.
Somit kann auch keine Garantie fuer die Lauffaehigkeit von speziellen
Programmen uebernommen werden.
.LP
Unter WDOS laufen die DCP-Programme in Echtzeit ab.
Auf den Erweiterungskarten wird dazu das unveraenderte
Betriebssystem DCP gestartet. Es ergibt sich jedoch
die Einschraenkung, dass nur ein WEGA-Nutzer zur gleichen Zeit
DCP abarbeiten kann.
.LP
Die 1 MByte-RAM-Karte kann von WEGA auch als RAM-Disk benutzt werden. Die
Abarbeitung von Programmen unter DCP ist dann jedoch nicht moeglich.
.LP
Diese Dokumentation enthaelt keine umfassende DCP-Beschreibung.
.LP
.ds RH "Installation
.NH
Installation
.NH 2
Installation von den Vertriebsdisketten
.LP
Die Installation von WDOS kann nur der Superuser ausfuehren.
.br
Das Programm-Paket WDOS besteht aus zwei Disketten, einer
WDOS-Diskette und einer unveraenderten Original-DCP-Systemdiskette fuer
den EC1834 vom Kombinat Robotron, die die aktuelle Version von DCP
enthaelt.
.LP
Zur Installation von WDOS ist nur die WDOS-Diskette
erforderlich. Sie ist im tar-Format beschrieben.
Auf der Diskette befindet sich die Datei "README", die aktuelle
Hinweise zum Software-Paket enthaelt, und die Datei "INSTALL", die
zur Installation benutzt werden kann. Beide Dateien sollten
zuerst mit tar(1) eingelesen werden:
.DS
tar xv README INSTALL
.DE
Durch Start von INSTALL
wird das Software-Paket automatisch im Directory /z/bin und in
/z/wdoslib installiert. Nach der Installation ist
im Directory /z/wdoslib/disks die globale Pseudo-Systemdiskette
wdos_sys verfuegbar.
.LP
Ist die Umgebungsvariable TERM fuer das Terminal richtig gesetzt
(siehe Abschnitt 2.3.), kann bereits mit WEGA-DOS gearbeitet
werden.
.LP
.NH 2
Geraetedateien zur Anbindung der U80601-Karten
.LP
Die Verbindung zwischen WEGA und den U80601-Karten erfolgt
ueber den Treiber "cpu2" im WEGA-Kern. Folgende Eintraege
sind im Directory /dev erforderlich:
.DS L
Name            Art  Major  Minor  Zweck
------------------------------------------------------------

/dev/cpu2tty    c    4      1      U80601-Terminal
/dev/cpu2lp     c    4      2      U80601-Drucker
/dev/cpu2disk   c    4      3      U80601-Disk-Request
/dev/cpu2rram   c    4      0      U80601-RAM-raw-Interface
                                   (Diskdaten)
/dev/cpu2ram    b    4      0      U80601-RAM-Blockinterface
                                   (1 MByte WEGA-RAM-Disk)
.DE
.LP
.NH 2
Installation des Terminals
.LP
Fuer die Abarbeitung der meisten DCP-Anwenderprogramme ist nur
das P8000/WDOS-Terminal mit DCP-kompatibler Betriebsart geeignet.
.LP
Das Betriebsystem DCP meldet sich auch mit dem alten P8000-Terminal
in der ADM31-kompatiblen Betriebsart.
Einige zeilenorientierte Anwenderprogramme sind ebenfalls lauffaehig.
Da aber fuer diesen Terminaltyp z.B. keine
Funktionstasten, kein erweiterter Zeichensatz und kein simulierter
Bildwiederholspeicher zur Verfuegung stehen, ist die Arbeit oft nur mit
Einschraenkungen moeglich. In der Dokumentation wird stets das
P8000/WDOS-Terminal vorausgesetzt.
.LP
Im "ROM"-BIOS sind die
Steuerzeichenfolgen fuer das Terminal fest enthalten. Das WDOS-Menue-Programm
benutzt die Datei /etc/termcap und ist unabhaengig vom Terminaltyp. Sichtbare
Videoattribute sollten aber nicht benutzt werden.
Die Umgebungsvariable TERM muss fuer ein P8000/WDOS-Terminal
auf w8 gesetzt werden, die Datei
/etc/termcap muss folgenden Eintrag enthalten:


w8|p8000-A|P8000/WDOS-Terminal komp. ADM31 ohne Vattr.:\\
.br
    :al=\\EE:am:bs:ce=\\ET:cm=\\E=%+ %+ :cl=50\\E*^^:\\
.br
    :co#80:dc=\\EW:dl=\\ER:\\
.br
    :cd=\EY:ho=^^:li#25:ma=^Z^L^K^P^L j^Jk^Pl :\\
.br
    :kl=^H:kd=^J:ku=^K:kr=^L:kh=^^:\\
.br
    :mi:nd=^L:up=^K:

Die Umgebungsvariable TERM fuer das alte P8000-Terminal sollte auf
p8 gesetzt werden.
.LP
.NH 2
Installation der Druckersteuerung
.LP
Standardmaessig sammelt WDOS alle Druckerausgaben von
DCP in der Datei /tmp/wdoslp.tmp. Erst beim Verlassen
von WDOS wird diese Datei durch den automatischen Aufruf von
/z/wdoslib/run_lpr zum WEGA-Druckerspooler geschickt. Anschliessend wird
die Datei /tmp/wdoslp.tmp geloescht. Der Shell-Skript
/z/wdoslib/run_lpr enthaelt folgende Kommandos:
.DS L
lpr -nb < $1; exec rm -f $1
.DE
Beachten Sie bitte jedoch, dass DCP mit einem 8-Bit-Zeichensatz
(IBM-Zeichensatz) arbeitet. Drucker, wie LX86,
lassen sich auf diesen Zeichensatz umschalten. Bei Robotron-Druckern, wie
K6313/14, besteht diese Moeglichkeit nur fuer die Export-Ausfuehrung.
.LP
Die Backend-Programme des Druckerspoolers (siehe backend(M)) filtern
leider alle Zeichen groesser 7fh heraus. Der folgende Shell-Skript
fuer run_lpr
umgeht das Problem. Er setzt aber voraus, dass der Drucker 
stets verfuegbar ist:
.DS L
mv $1 /tmp/wdoslp.$$
(cp /tmp/wdoslp.$$ /dev/lp; rm -f /tmp/wdoslp.$$)&
.DE
Jeder Nutzer kann sich eine Umgebungsvariable WDOS_LP vereinbaren.
Diese gibt an, wohin die Druckerausgaben ohne Zwischenspeicherung
gerichtet werden, z.B.: 
.DS L
setenv WDOS_LP /dev/lp
.DE
.NH 2
Installation von Harddisklaufwerken
.LP
Fuer die Installation einer realen WDOS-Harddisk ist ein
separates logisches Dateisystem auf einem P8000-Winchesterlaufwerk
erforderlich. Nach der Installation enthaelt das logische Dateisystem
die Struktur einer DCP-Festplatte. WEGA-Programme, wie fsck(1), tar(1)
und mount(M) koennen auf dieses Dateisystem nicht angewandt werden.
.LP
Vor der Installation einer realen WDOS-Harddisk, sollten Sie erst diese
Dokumentation, insbesondere Abschnitt 3.1. lesen.
Voraussetzung ist weiterhin, dass DCP von der Diskette gestartet
werden kann.
.LP
Fuer die Installation einer WDOS-Harddisk sind vom Superuser
folgende Schritte auszufuehren:
.IP 1.
Die Aufteilung des P8000-Winchester-Laufwerkes (oder besser des 2.
Laufwerkes, falls vorhanden), muss so geaendert werden, dass
eine separate logische Platte von 10000, 20000 oder 40000 Bloecken
fuer WDOS verfuegbar ist. Der WEGA-Kern, ist entsprechend der
Plattenaufteilung zu aendern. Die Aenderung der Plattenaufteilung
und die Generierung eines neuen WEGA-Kerns sind im WEGA-Systemhandbuch
(Abschnitt 5) beschrieben.
.IP 2.
Wird ein bereits existierendes Dateisystem als WDOS-Platte benutzt,
z.B. /dev/z1 des 2. Winchester-Laufwerks, sind die mount- und
fsck-Eintraege in den Dateien /etc/mfs, /etc/rc_csh und /etc/checklist
fuer das entsprechende Dateisystem zu entfernen.
.IP 3.
Im Directory /dev sind die Eintraege fuer das Block- und Raw-Interface
anzulegen. Die Eintraege lauten wd*_5, rwd*_5 oder wd*_10, rwd*_10 oder
wd*_20 und rwd*_20, je nach der Speicherkapazitaet der WDOS-Platte.
(* - beliebige Zeichenkette)

Beispiel:

/dev/z1 der 2. Winchester-Platte mit 40000 Bloecken wird als WDOS-Harddisk
benutzt:
.DS L
mknod /dev/z1  b 0 10
mknod /dev/rz1 c 0 10
ln /dev/z1  wd0_20
ln /dev/rz1 rwd0_20
.DE
.IP 4.
Das WDOS-Menue wird gestartet. Mit
.DS L
mf c: wd0_20
.DE
wird die WDOS-Harddisk mit Laufwerk C: verbunden.

DCP wird nun von der Systemdiskette in Laufwerk A: gestartet.
Mit den DCP-Kommandos FDISK und FORMAT kann die reale WDOS-Harddisk
eingerichtet werden.
.LP
.NH 2
Einrichten der Nutzer
.LP
Jeder unter WEGA eingetragene Nutzer kann auch mit WDOS arbeiten.
Folgende Voraussetzungen kann jeder Nutzer vor Aufruf von
WDOS schaffen:
.IP 1.
Das Directory /z/bin muss in den Suchpfad nach Programmen
einbezogen sein. Dies ist fuer einen normalen Nutzer standardmaessig
gegeben. Ist das Directory /z/bin im Suchpfad nicht enthalten,
koennen bei Benutzung der C-Shell
in die Datei .cshrc oder .login folgende Zeilen eingetragen werden:
.DS
set path = ($path /z/bin)
setenv PATH "$PATH:/z/bin"
.DE
Sollten Sie mit der Bourne-Shell arbeiten,
muss in die Datei .profile eingefuegt werden:
.DS
PATH ="$PATH:/z/bin"
export PATH
.DE
.IP 2.
Die Umgebungsvariable TERM muss bei Benutzung des
P8000/WDOS-Terminals auf w8 gesetzt sein.
.br
Der Superuser kann die Anpassung in der Datei /etc/ttytype
vornehmen. Der Terminaltyp kann auch wie folgt geaendert werden:
.DS
setenv TERM w8
.DE
Wird das "alte"
P8000-Terminal benutzt, ist TERM auf p8 zu setzen. Die meisten
DCP-Anwenderprogramme setzen aber das P8000/WDOS-Terminal voraus.
.IP 3.
Jeder Nutzer, der lokale (private) Disketten benutzen will,
muss sich ein Directory fuer die lokalen Disketten vereinbaren.
Dazu wird mit mkdir ein leeres Directory erstellt, z.B.
.DS
mkdir $HOME/wdos.disks
.DE
und die Umgebungsvariable WDOS_DISKS vereinbart, z.B.
.DS
setenv WDOS_DISKS $HOME/wdos.disks
.DE
.IP 4.
Jeder Nutzer kann sich eine Umgebungsvariable WDOS_LP vereinbaren.
Die Standard-Druckerzuweisung wird damit aufgehoben.
WDOS_LP gibt an, wohin die Druckerausgaben ohne Zwischenspeicherung
gerichtet werden, z.B. schickt
.DS
setenv WDOS_LP /dev/lp
.DE
die Druckerausgaben direkt zum WEGA-Druckertreiber.
.IP 5.
Im WDOS-Menue besteht die Moeglichkeit, DCP-Textdateien zu
editieren. Standardmaessig wird dazu der Editor vi aufgerufen.
Durch Setzen der Umgebungsvariable WDOS_ED kann der
Nutzer einen anderen Editor vereinbaren, z.B. mit
.DS
setenv WDOS_ED /bin/ed
.DE
.LP
.ds RH "WDOS
.bp
.NH
WDOS
.NH 2
Benutzung von Disketten
.NH 3
Pseudolaufwerke
.LP
WDOS stellt jedem Nutzer 6 Pseudolaufwerke (A: bis F:) bereit.
Den Laufwerken C: und D: koennen vom Nutzer Pseudoharddisks oder
reale Harddisklaufwerke zugeordnet werden, den Laufwerken
A:, B:, E: und F: koennen Pseudodisketten oder reale Floppy-Laufwerke
zugeordnet werden. Die Zuordnung ist in der Datei .dos im
Home-Directory jedes Nutzers abgelegt. Diese Datei wird beim erstmaligen
Aufruf vom WDOS-Menue angelegt.
Die Laufwerke E: und F: koennen nur benutzt werden,
wenn im DCP-Betriebssystem der Treiber DRIVER.SYS installiert ist.
.LP
.NH 3
Pseudodisketten
.LP
Pseudodisketten sind WEGA-Dateien, die intern die Struktur
von DCP-Disketten besitzen. Sie werden von DCP wie richtige
Disketten behandelt. Pseudodisketten koennen eine Speicherkapazitaet
von 360 KByte, 720 KByte oder 1,2 MByte besitzen. Sie werden mit
dem WEGA-Kommando dosformat oder im WDOS-Menue erzeugt.
Leere Pseudodisketten belegen nur einen minimalen Speicherplatz.
Sie wachsen bis zu ihrer maximalen Speicherkapazitaet. Das Loeschen
von Dateien fuehrt aber nicht zur Verringerung des benoetigten
Speicherplatzes der Pseudodiskette.
Durch Kopieren einer Pseudodiskette auf
eine andere wird nur der tatsaechlich benoetigte Speicherbereich belegt.
Erneutes Formatieren existierender Pseudodisketten
unter WEGA mit dosformat oder im WDOS-Menue reduziert den benoetigten
Speicherplatz auf den minimal erforderlichen Wert.
.LP
Pseudodisketten koennen auch unter DCP mit dem Kommando FORMAT
logisch formatiert werden. Der benoetigte Speicherplatz fuer die
Pseudodiskette verringert sich dadurch aber nicht.
.LP
WDOS akzeptiert
auch leere Dateien als unformatierte Pseudodisketten.
Unter WEGA koennen leere Dateien z.B. mit
.DS
cp /dev/null diskname
.DE
angelegt werden.
Das Diskettenformat wird mit dem DCP-Kommando FORMAT festgelegt.
WDOS betrachtet alle Disketten als zweiseitig, bei
einseitigen Disketten wird die zweite Seite nur nicht angesprochen.
"Einseitige" Pseudodisketten verschenken Speicherplatz und
sollten nicht angelegt werden.
.LP
.NH 3
Reale Diskettenlaufwerke
.LP
Reale Diskettenlaufwerke sind die
existierenden Floppy-Disk-Laufwerke.
DCP erkennt automatisch das Format der eingelegten
DCP-Disketten, WEGA jedoch nicht. Deshalb muss das Format der
Diskette mit dem WEGA-Diskettentreiber uebereinstimmen.
Im Directory /dev sind Eintraege fuer unterschiedliche
Diskettenformate enthalten. Fuer DCP koennen aber nur die
zweiseitigen Formate verwendet werden. Diese gestatten unter DCP
jedoch auch die Benutzung von einseitig beschriebenen Disketten.
Ueber DCP-Treiber,
wie CDRIVE.SYS oder MDRIVE.SYS, koennen in DCP auch CP/M-kompatible Formate
und spezielle DCP-Formate benutzt werden.
.LP
Das WDOS-Koppelprogramm wdos benutzt automatisch das Raw-Interface, indem
es vor den Geraetename ein "r" setzt. Mit dem Raw-Interface
wird ein Wechel von realen Disketten von WEGA
nicht verhindert. Die Diskettenzugriffe werden bescheunigt.
.LP
Reale Diskettenlaufwerke koennen nur von der Systemkonsole aus benutzt
werden.
.DS L
Formate realer Disketten:

E/A-Geraet		Diskettenformate in DCP
-----------------------------------------------
/dev/fdx96ds9			80*2*9*512
				80*1*9*512
/dev/fdx48ds9			40*2*9*512
				40*1*9*512
				40*2*8*512
				40*1*8*512
/dev/fdx96ds16			80*2*16*256
				80*1*16*256
/dev/fdx48ds16			40*2*16*256
				40*1*16*256
/dev/fdx96ds5			80*2*5*1024
				80*1*5*1024
/dev/fdx48ds5			40*2*5*1024
				40*1*5*1024
.DE
.NH 3
Pseudoharddisks
.LP
Als Ergaenzung zu den Pseudodisketten sind auch Pseudoharddisks moeglich.
Diese realisieren eine Speicherkapazitaet von 5 oder 10 MByte. Die Dateinamen
der Pseudoharddisks muessen entsprechend der Speicherkapazitaet
mit _5 bzw. _10 enden, damit im ROM-BIOS die richtigen Laufwerkswerte
eingestellt werden koennen.
Andere Formate sind nicht moeglich. Pseudoharddisks koennen nur unter
DCP mit FDISK und FORMAT logisch formatiert werden.
.LP
.NH 3
Reale Harddisklaufwerke
.LP
Im P8000 koennen 1 oder 2 Winchesterlaufwerke vorhanden sein.
In WEGA kann jedes physisches Harddisklaufwerk in bis zu
10 virtuelle (logische) Laufwerke eingeteilt werden. Jedes virtuelle
Laufwerk kann ein eigenes Dateisystem enthalten. Standardmaessig ist
z.B. das 1. Winchesterlaufwerk in 5 virtuelle Laufwerke
(/dev/md0 ... /dev/md4 bzw. /dev/usr, /dev/swap, /dev/root, /dev/tmp und
/dev/z) aufgeteilt. Die Aufteilung der Laufwerke laesst sich bei
der WEGA-Systemgenerierung (siehe WEGA-Systemhandbuch, sysgen(M)) veraendern.
Auf weiteren virtuellen Laufwerken laessen sich auch DCP-Dateisysteme
installieren. Diese werden hier als reale Harddisks bezeichnet.
Eine reale DCP-Harddisk kann eine Speicherkapatitaet von
5 MByte (10000 Bloecke), 10 MByte (20000 Bloecke) oder 20 MByte
(400000 Bloecke) besitzen. Die Geraetenamen im Directory /dev
muessen wd*_5, wd*_10 oder
wd*_20 fuer das Blockinterface und rwd*_5 ... fuer das Raw-Interface
sein.
.NH 3
Globale Disketten
.LP
Globale Disketten und Harddisks sind fuer alle WDOS-Nutzer verfuegbar.
Alle realen Disketten und Harddisks sind global.
Pseudodisketten und Pseudoharddisks sind global, wenn sie sich im
Directory /z/wdoslib/disks befinden.
.LP
.NH 3
Lokale Disketten
.LP
Jeder Nutzer kann sich ein Directory vereinbaren, in dem
seine privaten Pseudodisketten (und Pseudoharddisks) abgelegt werden.
Dazu muss die Umgebungsvariable WDOS_DISKS vereinbart werden.
Das kann z.B. in der Datei .cshrc des Nutzers mit dem Eintrag
.DS
setenv WDOS_DISKS $HOME/wdos.disks
.DE
erfolgen. Das Directory muss mit mkdir(1) erstellt werden.
.LP
.NH 2
WDOS-Menue
.LP
Das WDOS-Menue wird durch Eingabe von
.DS
wm
.DE
gestartet.
.LP
Auf dem Bildschirm werden die moeglichen Kommandos und
die mit den Pseudolaufwerken verbundenen Disketten und
Harddisks angezeigt.
Auf der letzten Zeile des Bildschirms erfolgt die
Eingabe von Kommandos.
.LP
Das Kommando "h" oder "?" (Hilfe) gibt die Syntax aller
im WDOS-Menue moeglichen Kommandos aus.
.LP
Mit dem Kommando "q" (quit) wird das Menuesystem verlassen
und zu WEGA zurueckgegangen.
.LP
.NH 3
Start von DCP
.LP
Das Kommando "s" (Start) dient zum Starten von DCP.
Zuvor ist es notwendig, dem
Pseudolaufwerk A: eine DCP-Systemdiskette oder dem
Laufwerk C: eine Harddisk zuzuordnen. Als Systemdiskette
kann die globale Pseudodiskette "wdos_sys" oder auch eine originale
DCP-, PCDOS- oder MSDOS-Diskette benutzt werden. Beachten Sie
bitte, dass ueber die Datei CONFIG.SYS einer originalen Systemdiskette
keine Treiber aktiviert werden, die direkt auf die Hardware
zugreifen. Zusaetzliche Tastaturtreiber tun dies mit Sicherheit.
.LP
Soll die Arbeit unter DCP unterbrochen oder beendet werden,
so ist die Taste F12 bei einem P8000/WDOS-Terminal
oder CTRL-\\ bei einem "alten" P8000-Terminal zu betaetigen.
Es wird wieder das Hauptmenue angezeigt.
.LP
Durch Eingabe des Kommandos "r" (Return zu WDOS) ist es moeglich,
DCP an genau der Stelle fortzusetzen, wo es verlassen wurde.
(Mit dem Verlassen von DCP kann sich allerdings ein anderer Nutzer die
U80601-Erweiterungskarten reservieren, eine Rueckkehr ist dann nicht
mehr moeglich.)
.LP
Die Kommandos "s" und "r" starten das WDOS-Koppelprogramm wdos.
Es kann aber auch direkt von der WEGA-Shell aus gestartet werden
(Aufruf: wdos bzw. wdos -r).
.LP
.NH 3
Einbinden der Disketten
.LP
mf                   reale Disks anzeigen
.br
mf x: [= diskname]   reale Disk mit LW x: verbinden (mount)
.br
mg                   globale Disks anzeigen
.br
mg x: [= diskname]   globale Disk mit LW x: verbinden (mount)
.br
ml                   lokale Disks anzeigen
.br
ml x: [= diskname]   lokale Disk mit LW x: verbinden (mount)
.br
u x:                 Disk aus LW x: entfernen (umount)
.LP
Die Mount-Kommandos "mf", "mg" und "ml" werden verwendet,
um eine Pseudodisks oder ein reales Laufwerk einem
Pseudolaufwerk zuzuordnen.  Das Kommando "u" (umount) loest diese
Verbindung.
.LP
Beachten Sie, dass die Laufwerke A:, B:, E: und F:
fuer (Pseudo-)Disketten und die Laufwerke C: und D: fuer (Pseudo-)Harddisks
vorbehalten sind. 
.LP
Beachten Sie bitte, dass hier "physische" Pseudolaufwerke gemeint sind.
DCP arbeitet mit logischen Laufwerksbezeichnungen ab A:, die nicht
mit der "physischen" Bezeichnung uebereinstimmen muessen.
.LP
.NH 3
Erzeugen und Loeschen von Pseudodisketten
.LP
n [-48ds9|-96ds9|-96ds15 diskname] lokale Pseudodiskette erzeugen
.br
x [x:|diskname]          lokale Pseudodisk loeschen
.LP
Mit dem Kommando "n" wird eine lokale Pseudodiskette im DCP-Format
erstellt oder eine bestehende lokale Pseudodiskette logisch
neu formatiert und auf die notwendige Dateilaenge verkuerzt.
Mit dem Kommando "x" wird eine lokale Pseudodiskette oder
Pseudoharddisk geloescht.
.LP
Eine lokale Pseudoharddisk wird ebenfalls mit dem Kommando "n"
(ohne Optionen) erzeugt. Anschliessend muss sie jedoch
mit dem Kommando "ml" dem Laufwerk C: oder D:
zugeordnet werden. Nun wird DCP gestartet und die Pseudoharddisk
mit FDISK und FORMAT eingerichtet. Der Name der Pseudoharddisk muss
mit _5 (5 MByte Speicherkapazitaet) oder _10 (10 MByte Speicherkapazitaet)
enden.
.LP
Globale Pseudodisks koennen nur unter WEGA mit dosformat (siehe dos(1))
im Directory /z/wdoslib/disks erstellt, mit mv(1) oder cp(1) in das globale
Directory kopiert oder mit rm(1) geloescht werden.
.LP
.NH 3
Formatieren von realen Disketten
.LP
f [x:|/dev/rfd...]      reale DCP-Diskette formatiern
.sp
Das Kommando "f" wird zum Formatieren von realen Disketten verwendet.
Das Kommando kann nur von der Systemkonsole ausgefuehrt werden.
.LP
.NH 3
Anzeigen von Directorys
.LP
dir directory ...     Directory(s) anzeigen (DCP-Format)
.br
ls  directory ...     Directory(s) anzeigen (WEGA-Format)
.LP
Die Kommandos bewirken das Auslisten von Directorys. Dazu
wird das Programm dosdir oder dosls (siehe dos(1)) gestartet.
.LP
Die Datei- und Verzeichnisargumente dieser und folgender Kommandos haben
die Form:
.DS
device:name
.DE
wobei
.IP device 8
ein WEGA-Pfadname zur (Pseudo-)Disk oder der
Laufwerksbuchstabe ist und
.IP name
ein Pfadname zu
einer Datei oder einem Verzeichnis auf der DCP-Disk.
.LP
Die beiden Komponenten
werden durch Doppelpunkt getrennt.
Beachten Sie das Trennzeichen (\fB/\fR) fuer Dateinamen in DCP-Pfadnamen!
Argumente, die kein "\fIdevice\fR:" enthalten,
werden als WEGA-Dateien betrachtet.
.LP
.NH 3
Anzeigen von Dateien
.LP
cat file ...          Datei(en) ausgeben
.LP
.NH 3
Loeschen von Dateien
.LP
rm  file ...          Datei(en) loeschen
.LP
Das Kommando bewirkt das Loeschen von DCP-Dateien. Dazu
wird das Programm dosrm (siehe dos(1)) gestartet.
.LP
.NH 3
Erstellen und Loeschen von Subdirectorys
.LP
mkdir directory ...   Directory(s) erstellen
.br
rmdir directory ...   Directory(s) loeschen
.LP
Das Kommando mkdir erstellt ein neues Unterdirectory. Das Kommando
rmdir loescht ein leeres Directory. Dazu werden die Programme
dosmkdir bzw. dosrmdir (siehe dos(1)) gestartet.
.LP
.NH 3
Kopieren von Dateien
.LP
cp  file1 file2         Textdatei kopieren
.br
cp  file ... directory  Textdateien in Directory kopieren
.br
cpb file1 file2         Bin-Datei kopieren
.br
cpb file ... directory  Bin-Dateien in Directory kopieren
.LP
Die Kommandos dienen zum Kopieren von Dateien
.DS L
- von WEGA zu DCP
- von DCP zu WEGA
- von WEGA zu WEGA
.DE
Zum Kopieren wird das Programm doscp aufgerufen (siehe dos(1)).
Zum Kopieren von Bin-Dateien wird die Option -r uebergeben.
.LP
.NH 3
Nutzung des WEGA-Editors
.LP
ed textfile
.LP
Das Kommando "ed" wird zum Editieren einer DCP-Datei mit dem WEGA-Texteditor
benutzt. Beachten Sie die Probleme mit den
unterschiedlichen Zeichensaetzen. WEGA unterstuetzt nur
den 7-Bit-ASCII-Zeichensatz. DCP arbeitet mit einem 8-Bit-Zeichensatz.
Die Textdatei wird in das Directory /tmp kopiert, dort editiert und
zum Schluss wieder auf die DCP-Disk kopiert.
.NH 3
Ausfuehren von WEGA-Programmen
.LP
Beliebige WEGA-Programme koennen vom WDOS-Menue aus, durch ein dem
Kommando vorangestelltes Ausrufezeichen gestartet werden. Mit
.DS
!csh
.DE
wird zum Beispiel die C-Shell gestartet.

.LP
.NH 2
WDOS-Koppelprogramm
.LP
wdos
.br
wdos -r[esume]
.br
wdos proto_file
.LP
Das Programm wdos ist die eigentliche Verbindung zwischen
WEGA und den U80601-Erweiterungskarten mit dem Betriebssystem DCP.
WDOS kopiert nach dem Starten das "ROM"-BIOS (proto_file) zur
U80601-RAM-Karte. Ist die Umgebungsvariable TERM auf w8
(P8000/WDOS-Terminal) gesetzt, wird standardmaesig die Datei
/z/wdoslib/bios als
"ROM"-BIOS benutzt. Ist TERM auf p8 oder P8 gesetzt, wird
die Datei /z/wdoslib/bios.p8 verwendet.
Das Koppelprogramm realisiert mit Hilfe des Treibers "cpu2"
im WEGA-Kern
mit den Geraeten "/dev/cpu2tty", "/dev/cpu2lp", "/dev/cpu2disk"
und "/dev/cpu2rram" die E/A-Geraete Terminal, Drucker, Diskette und
Harddisk fuer die U80601-CPU. Die U80601-CPU erhaelt einen
Reset-Impuls.
Zur Rueckkehr nach WEGA, muss der Nutzer die Taste F12
betaetigen (P8000/WDOS-Terminal) oder Control-\\
(bei einem "alten" P8000-Terminal) eingeben.
Die U80601-CPU arbeitet abgekoppelt von WEGA weiter und wird irgendwann
auf eine E/A-Aktion warten, die von der WEGA-Seite nicht mehr
bedient wird.
.IP -resume 10
Bei Angabe der Option -resume wird die Verbindung zur U80601-CPU
wiederhergestellt und die E/A-Auftraege bedient. (Die U80601-CPU
erhaelt keinen Reset-Impuls, das "ROM"-BIOS wird nicht geladen.)
